Adam Angst

„Wer oder was ist eigentlich dieser Adam Angst?“
Ich sag dir, wer er ist. ADAM ANGST ist ein arroganter Drecksack! Er ist scheinheilig, er ist überheblich und tut auch noch so als wäre er dein bester Freund! Such dir was aus: Er ist deine Ex-Freundin, der Call Center-Agent, der dir das Abo berechnet, obwohl du nie zugestimmt hast, er ist der Rentner, der die Bullen ruft, wenn die Musik zu laut ist. Eigentlich ist er eine richtig arme Sau. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und auf der Suche nach sich selbst. Eigentlich… ist er genau so wie wir.
Angetrieben von seiner Sicht auf diese manchmal biedere und beschränkte Welt, verwandelt Frontmann Felix Schönfuss seinen Hass auf diese in Worte. Dabei entstand die Kunstfigur ADAM ANGST, die unsere zwei Seiten verkörpert, die wir niemals loswerden und die scheinbar in jeder Situation unseres Lebens einen Machtkampf gegeneinander austragen: Schein und Sein, Engel und Teufel, Schwarz und Weiß. Mitglieder der Bands Blackmail, FJØRT und Monopeople schlossen sich Felix an und die Band ADAM ANGST war komplett.
Deutliche Worte + verzerrte Gitarren = doch wieder nur Punkrock? Eben nicht! ADAM ANGST beweist, dass Sozialkritik oder eine antifaschistische Haltung nicht gleichbedeutend sein muss mit plumpen Parolen. Es geht anders und es geht besser: Mit einer unmissverständlichen und präzisen Wortwahl, die nur so vor kleinen Details wimmelt. Nur wenige deutschsprachige Rockbands scheinen uns einzufallen, die sich den goldenen Stempel “Relevanz” verdient haben. ADAM ANGST sind so eine. Einige werden sich abwenden, die Anderen werden es lieben. Aber eines ist ihre Musik bestimmt nicht sein: Egal. „Neintology“, das Ende 2018 erschienene zweite Werk der Band, beweist das eindrucksvoll.

Wir freuen uns, Adam Angst bereits zum zweiten Mal bei uns begrüßen zu dürfen.